Spieltag 11 (08.02.2026): SV Blau-Weiß Auma Männer I – HSV Ronneburg II 29:28 (17:12)
Auma gewinnt Handballkrimi in eigener Halle
Einen freien Platz suchte man am Sonntag in der Aumaer Halle vergeblich, als die Aumaer im blau-weißen Ostthüringenderby die Gäste aus der Handballhochburg Ronneburg empfingen. Zusätzlich angeheizt von der starken Kulisse brannten die Aumaer zu Beginn ein wahres Feuerwerk ab. Aufbauend auf einer bärenstarken Deckung ließen sie die Gäste kaum ins Spiel kommen, und nach knapp sieben Minuten hätte die Führung durchaus höher ausfallen können als das 5:0 auf der Anzeigetafel.
Dies nötigte die Gäste zu einer frühen Auszeit, die zumindest etwas Wirkung zeigte und zum 5:2 führte. Dennoch machten die Blau-Weißen aus Auma genauso weiter wie zu Beginn der Partie. Einzig die Effektivität im Angriff, vor allem von den Außenpositionen, ließ noch zu wünschen übrig. Da die Gäste jedoch längst noch nicht zu ihrem gewohnten Spiel fanden und die Aumaer deren Torschützen in der ersten Hälfte nahezu ruhigstellten, hatte die Vier-Tore-Führung im weiteren Verlauf Bestand.
Nach zwanzig Minuten wurde es dann doch etwas enger. Trotz Unterzahl gelang es den HSV-Akteuren, bis auf 9:7 beziehungsweise 10:8 heranzukommen. Doch anschließend waren die Aumaer wieder am Drücker, nutzten Fehler im Ronneburger Team resolut und setzten sich bis zwei Minuten vor der Halbzeit auf 16:10 ab. Bis zum Pausenstand von 17:12 änderte sich daran wenig.
Nach Wiederbeginn trafen zunächst die Ronneburger, ehe die Hausherren beim 19:13 wieder auf plus sechs stellten. Das sah deutlicher aus, als es tatsächlich war, zumal sich nun leider auch vermehrt unnötige Fehler ins Aumaer Spiel einschlichen. Die Gäste verkürzten und hatten nach zwölf Minuten sogar die Chance zum erstmaligen Ausgleich, scheiterten jedoch vom Strafwurfpunkt.
Dennoch entwickelte sich die Partie nun zu einem echten Krimi. Die Hausherren legten immer wieder vor, versäumten es jedoch mehrfach, mit drei Treffern in Front zu gehen, und mussten genau zehn Minuten vor Schluss beim 26:26 erstmals den Ausgleich hinnehmen. Nach dem 27:27 folgten fast acht torlose Minuten auf beiden Seiten.
Als die Gäste dann beim 27:28 ihre erstmalige Führung erzielten, standen noch zwei Minuten auf der Uhr – Herzinfarktgefahr in der Aumaer Halle. 30 Sekunden vor Schluss markierte Andreas Röhler den viel umjubelten Ausgleich. Die Gäste hatten jedoch noch Ballbesitz und wollten sich in einer Auszeit für den möglichen finalen Treffer absprechen. Diese Möglichkeit stand ihnen jedoch nicht mehr zu, da sie in den letzten fünf Minuten bereits eine Auszeit genommen hatten. Nach Protesten der Aumaer Spieler und Fans erkannten dies auch die Schiedsrichter, verweigerten die Auszeit und entschieden aufgrund des Regelverstoßes auf Ballbesitz für Auma.
18 Sekunden waren da noch auf der Uhr. Diese nutzten die Aumaer zum viel umjubelten 29:28-Erfolg und bezwangen die Ronneburger damit auch im Rückspiel mit einem Treffer Vorsprung.
Auma spielte mit: Leon Geiler, Karsten Fritzsche, Andreas Röhler (6), Manuel Gaipl (4), Manuel Jedan (6), Jacques Wolfrum (2), Oscar Weise (3), Patrick Mattke (1), Tim Seidel (5), Andre Grille und Henning Staps (2).








