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Spieltag 9 (25.04.2026): HSV Apolda 1990 III – SV Blau-Weiß Auma II 29:30 (13:15)

Handballkrimi in Apolda

Am Samstag, den 25. April 2026, reiste die zweite Männermannschaft des SV Blau-Weiß Auma zum Auswärtsspiel nach Apolda. In der Halle war es zunächst ungewohnt ruhig – bis die zahlreichen Aumaer Fans eintrafen und für eine beeindruckende Kulisse sorgten, die der Heimmannschaft deutlich überlegen war. Mit dieser Unterstützung im Rücken war das Ziel klar: zwei Punkte sollten mit nach Hause genommen werden.

Auma startete engagiert in die Partie. Bereits in der Anfangsphase gab es einen Siebenmeter für die Apoldaer, welchen Karsten Fritzsche parierte und kurz darauf fiel auch das erste Tor zum 0:1 durch Fritz Riemenschneider. Dennoch entwickelte sich in den ersten Minuten ein ausgeglichenes, aber torarmes Spiel. Beide Mannschaften scheiterten wiederholt – Auma an der Abwehr der Gastgeber, Apolda am stark aufgelegten Torhüter unserer Mannschaft, welcher die Gegner oftmals zum Fehlwurf bewegte. So stand es in der 9. Minute erst 3:3. Mit zunehmender Spieldauer fanden beide Teams besser in ihren Rhythmus. Die Hausherren konnten sich zwischenzeitlich auf 7:5 absetzen, was Auma zu einer Auszeit zwang. Diese zeigte Wirkung: Dominik Zimmermann glich mit zwei Treffern in Folge zum 7:7 aus, ehe Erik Hoffmann sein erstes Tor der Partie erzielte und Auma mit 7:8 in Führung brachte. Nun nahm auch Apolda eine Auszeit. Bis zur Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Auma legte meist vor, Apolda zog nach. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgten Manuel Gaipl und erneut Dominik Zimmermann mit wichtigen Treffern dafür, dass Auma mit einer 13:15-Führung in die Kabine gehen konnte.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Apolda den besseren Start und drehte das Spiel mit drei schnellen Toren zum 16:15. In der Folge blieb es eine enge und hart umkämpfte Partie. Ein Schockmoment ereignete sich, als Fritz Riemenschneider verletzt zu Boden ging und behandelt werden musste. Dieser Vorfall hinterließ spürbare Wirkung im Spiel der Aumaer, die in dieser Phase etwas den Faden verloren. Apolda nutzte dies und ging in der 48. Minute mit 24:22 in Führung. Vor allem das Kreisläuferspiel der Gastgeber bereitete der Auma-Deckung große Probleme, hinzu kamen technische Fehler im Angriff.

In der Schlussphase wurde es noch einmal dramatisch. In der 58. Minute verwandelte Erik Hoffmann einen Siebenmeter zum 29:29-Ausgleich. Danach blieb es kurz torlos, ehe Apolda in der letzten Minute eine Auszeit nahm und den vermeintlich entscheidenden Angriff vorbereitete. Doch die Aumaer Abwehr stand kompakt, und Torhüter Paul Lerch parierte stark.

Im direkten Gegenstoß wurde Erik Hoffmann regelwidrig gestoppt – eine Aktion, die folgerichtig mit einer roten Karte und einem Siebenmeter geahndet wurde. Da Hoffmann nicht mehr antreten konnte, übernahm Yves Wittmann Verantwortung. Bei nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr behielt er die Nerven und verwandelte sicher zum viel umjubelten Siegtreffer.

Mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen – Mannschaft und Fans feierten gemeinsam diesen hart erkämpften Auswärtssieg.

Ein großer Dank gilt den zahlreichen mitgereisten Anhängern für die überragende Unterstützung. Zudem wünschen wir Fritz Riemenschneider an dieser Stelle eine schnelle und vollständige Genesung.

Auma spielte mit: Paul Lerch (Tor), Karsten Fritzsche (Tor), Erik Hoffmann (8), Yves Wittmann (1), Jacques Wolfrum (2), Eric Röhler (6), Paul Seidel, Fritz Riemenschneider (1), Manuel Gaipl (5), Dominik Zimmermann (6), Kay-Uwe Neudeck (1) und Michael Stojanek.