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Spieltag 3 (27.09.2026): SV Blau-Weiß Auma I – TSV Eisenberg 30:30 (12:14)

Wahnsinnige Aufholjagd endet im bitterem Unentschieden

Den Abschluss des Heimspieltages machte am Sonntag um 16 Uhr die erste Männermannschaft des SV Blau-Weiß Auma. Nach dem vorherigen Heimsieg der zweiten Mannschaft gegen die HSG Saalfeld/Könitz III war die Stimmung in der voll besetzten Halle bereits bestens. Auch zahlreiche Fans des TSV Eisenberg waren mitgereist und sorgten gemeinsam mit den Aumaer Anhängern für eine tolle Atmosphäre und diese sollte das gesamte Spiel über anhalten.

Personell ging Auma allerdings geschwächt in die Partie. Lediglich neun Feldspieler und zwei Torhüter standen zur Verfügung, drei Spieler der ersten Mannschaft fehlten.

Der Beginn verlief zunächst ausgeglichen, doch bereits nach wenigen Minuten zeigte sich, dass Eisenberg im Angriff sehr kontrolliert agierte. Auma bekam in der Abwehr nicht den nötigen Zugriff und ließ dadurch klare Torchancen zu. In der 6. Minute lag Auma bereits mit 2:4 zurück. Auch in der Folge fand Auma nur schwer ins eigene Spiel. Im Angriff schlichen sich immer wieder Abspielfehler und technische Fehler ein, während Eisenberg in der Aumaer Abwehr zu einfachen Durchbrüchen kam. So stand es in der 19. Minute bereits 4:11 aus Aumaer Sicht. Trainer und Mannschaft reagierten mit einer Auszeit und stellten das Angriffssystem um: Aus der bisherigen 5:1-Formation wurde eine 4:2-Formation.

Diese Veränderung zeigte sofort Wirkung. Zwar erhöhte Eisenberg noch auf 4:12, doch anschließend begann die große Aumaer Aufholjagd. Durch die neue Formation entstanden mehr Räume im Angriff und die Kreisläufer Oscar Weise und Dominik Zimmermann konnten immer wieder gut eingesetzt werden. Oscar Weise erzielte in der 21. Minute das 5:12. Auch Torhüter Leon Geiler setzte in der 23. Minute mit einer starken Doppelparade ein Zeichen. Plötzlich war wieder Energie auf der Platte und Auma kämpfte sich Tor um Tor heran. Während Eisenberg in dieser Phase lediglich zwei weitere Treffer erzielte, gelangen Auma ganze acht Tore.

In der 29. Minute war der Rückstand nach einem Treffer von Dominik Zimmermann zum 11:14 auf nur noch drei Tore geschmolzen. Kurz darauf sah ein Eisenberger Spieler nach einem grob unsportlichen Verhalten die Rote Karte. Es war der Spielmacher der Gäste. Auma ließ sich davon nicht mehr stoppen und verkürzte bis zur Halbzeit weiter auf 12:14. Nach einem zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand war plötzlich wieder alles offen.

Die zweite Halbzeit begann ebenfalls vielversprechend. Erik Hoffmann verwandelte direkt einen Siebenmeter und brachte Auma weiter heran. In der 34. Minute fiel dann der erste Ausgleich: Patrick Mattke traf wunderschön von der Außenposition zum 15:15. Nun entwickelte sich ein packendes und teilweise hitziges Spiel. Eisenberg merkte, dass Auma endgültig zurück in der Partie war, doch auch die Gastgeber konnten sich zunächst nicht entscheidend absetzen. Erst ab der 50. Minute gelang es Auma, sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten und mit drei Toren davonzuziehen. Doch zehn Minuten sind im Handball eine lange Zeit. Eisenberg kämpfte sich zurück und in der 58. Minute betrug Auma’s Vorsprung nur noch ein Tor. Unsere Mannschaft nahm die Auszeit, um die letzten Angriffe noch einmal zu besprechen und vor allem den nächsten Angriff möglichst erfolgreich abzuschließen.

Der erhoffte Zwei-Tore-Vorsprung blieb jedoch aus. In der letzten Minute gelang Eisenberg der 29:29-Ausgleich. Noch rund 40 Sekunden waren zu spielen. Auma gab sich nicht geschlagen. Dominik Zimmermann erzielte kurz darauf das umjubelte 30:29. Doch noch waren 14 Sekunden auf der Uhr und Eisenberg hatte noch einen letzten Angriff. Vier Sekunden vor dem Ende fiel schließlich der bittere Ausgleich zum 30:30. Eisenberg nutzte dabei einen Konter, nachdem die Blau-Weißen in der Schlussphase etwas zu offen standen. Für die Gastgeber war das natürlich besonders bitter.

So bleibt am Ende die Erkenntnis: Betrachtet man die erste Halbzeit, ist dieser Punkt durchaus ein gewonnener Punkt. Nach der starken zweiten Halbzeit und der zwischenzeitlichen Führung fühlt er sich allerdings eher wie ein verlorener Punkt an.

Damit steht für Auma das zweite Unentschieden der Saison zu Buche – weiterhin wartet die Mannschaft auf den ersten Sieg. Gleichzeitig hat dieses Spiel aber eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn die Mannschaft an sich glaubt, geschlossen auftritt und die eigenen Fehler minimiert. Nach einem zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand noch einmal zurückzukommen und das Spiel beinahe komplett zu drehen, spricht für die Moral der Mannschaft.

Jetzt gilt es, genau daran anzuknüpfen. Im nächsten Spiel in Ziegelheim soll die Leistung aus der zweiten Halbzeit mitgenommen werden, mit dem Ziel, endlich die ersten beiden Siegpunkte der Saison einzufahren.

Auma spielte mit: Andreas Röhler (6), Erik Hoffmann (8), Manuel Jedan (2), Jacques Wolfrum, Oscar Weise (5), Patrick Mattke (2), Lucas Hempel (1), Manuel Gaipl (3), Dominik Zimmermann (3), Paul Lerch (Tor) und Leon Geiler (Tor).