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Spieltag 1 (13.09.2026): Post SV Gera II – SV Blau-Weiß Auma II 35:30 (16:15)

Auma muss sich Gera mit 30:35 geschlagen geben

Starker Kampf, volle Bank und knapp 40 mitgereiste Fans. Die zweite Männermannschaft des SV Blau-Weiß Auma ist mit viel Rückenwind in die neue Saison gestartet. Am Ende reichte es gegen den Post SV Gera II trotz einer kämpferischen Leistung nicht für die ersten Punkte.

Zum Saisonauftakt ging es für die zweite Männermannschaft des SV Blau-Weiß Auma in die Panndorfhalle nach Gera. Eine Halle, die aus Aumaer Sicht kaum einen besseren Rahmen für den Start in die neue Spielzeit hätte bieten können. Eine schöne, große Halle, dazu eine volle Aumaer Bank und knapp 40 mitgereiste Fans, die über die gesamte Spielzeit für ordentlich Stimmung sorgten.

Die Partie gegen den Post SV Gera II begann ausgeglichen. Gera erzielte das erste Tor der Begegnung, doch Auma hatte mit Toni Wetzel direkt die passende Antwort parat. Wetzel, der nach längerer Handballpause wieder für Blau-Weiß aufläuft, zeigte bereits in den ersten Minuten, dass er für die Mannschaft eine wichtige Verstärkung sein kann. Auch Marius Selzer trug sich früh in die Torschützenliste ein. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Mal legte Gera vor, mal konnte Auma wieder ausgleichen oder selbst in Führung gehen. In der 6. Minute gab es dann den ersten Siebenmeter für die Blau-Weißen. Dominik Zimmermann übernahm die Verantwortung, nachdem er den Strafwurf selbst herausgeholt hatte und verwandelte ihn sicher.

Auma wechselte im weiteren Verlauf munter durch und stellte in der 13. Minute unter anderem die Position von Lukas Kraske um. Der bisherige Linksaußen rückte auf die Rückraum-Mitte-Position und schlug dort direkt ein. Mit einem sehenswerten Unterarmwurf erzielte Kraske das 9:9.

Kurz darauf, Johannes Mälzer. Er traf zum 10:10 und überzeugte zu diesem Zeitpunkt mit einer starken Chancenverwertung. Von der Rechtsaußenposition hatte er bis dahin vier von vier Chancen genutzt. Während es im Angriff bereits gut lief, fehlte der Aumaer Defensive allerdings noch der letzte Zugriff. Dadurch kam Gera immer wieder zu guten Möglichkeiten, was es auch den Aumaer Torhütern schwer machte. Zwar konnte der erste Aumaer Schlussmann bereits einige Bälle entschärfen, in der 19. Minute kam dann aber Paul Lerch ins Tor und konnte sich direkt mit einer Parade auszeichnen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Gera allerdings bereits auf 14:10 abgesetzt. Mit wichtigen Paraden hielt Auma den Rückstand klein und konnte sich bis zur Halbzeit noch einmal auf 16:15 herankämpfen.

Damit war für die zweite Halbzeit weiterhin alles offen.

Der Start in die zweiten 30 Minuten verlief allerdings nicht nach Wunsch. Gera konnte sich zunächst erneut auf drei Tore absetzen und stellte auf 18:15. Auma tat sich anschließend schwer, den Rückstand wieder zu verkürzen. Erst in der 40. Minute gelang durch einen verwandelten Siebenmeter von Thomas Rüdiger wieder der Anschlusstreffer. Doch Gera fand erneut Antworten und baute die Führung wieder aus. Auma reagierte unter anderem mit einem erneuten Torhüterwechsel.

Und dieser sollte sich noch einmal bezahlt machen.

Zwischen der 49. und 51. Minute zeigte Philipp Kopp eine überragende Phase und parierte drei Würfe hintereinander. Diese Paraden brachten noch einmal richtig Energie in die Mannschaft und sorgten dafür, dass Auma den Glauben an die eigene Chance nicht verlor. Sie kämpften sich tatsächlich wieder heran. In der 54. Minute fiel der viel umjubelte 30:29-Anschlusstreffer. Plötzlich war wieder alles drin.

Dann die Auszeit auf Aumaer Seite, um die letzten Minuten noch einmal zu strukturieren und die entscheidenden Aktionen zu besprechen. Vielleicht sollte doch noch der Ausgleich oder sogar der Sieg gelingen. Doch Gera behielt in der Schlussphase die Oberhand. Während die Gastgeber ihre Möglichkeiten konsequenter nutzten, ließ Auma einige klare Chancen im Angriff liegen. Gerade in dieser entscheidenden Phase fehlte die nötige Konsequenz im Abschluss. Hinzu kamen am Ende einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, die aus Blau-Weißer Sicht nicht unbedingt für zusätzliche Ruhe sorgten. Trotz kämpferischen Einsatzes unserer Männer leuchtete nach 60 Minuten ein 35:30 auf der Anzeigetafel.

Eine Niederlage, die im ersten Moment natürlich bitter ist, gerade weil Auma mehrfach bewiesen hatte, dass man mit Gera auf Augenhöhe spielen kann. Gleichzeitig zeigte die Partie aber auch viele positive Ansätze: eine volle Bank, zahlreiche Wechselmöglichkeiten, eine kämpferische Mannschaft, starke Torhüterphasen und immer wieder gute Aktionen im Angriff.

Für die kommenden Wochen gilt es nun, an der Chancenverwertung und der Konstanz über die gesamte Spielzeit zu arbeiten. Denn wenn die Mannschaft die gezeigten Ansätze weiterentwickelt und die vielen guten Möglichkeiten künftig konsequenter nutzt, dürfte in dieser Saison noch einiges möglich sein.

Ein besonderer Dank gilt den knapp 40 mitgereisten Aumaer Fans, die die Mannschaft in der Panndorfhalle lautstark unterstützt und für ordentlich Heimspielatmosphäre auf den Rängen gesorgt haben.

Kopf hoch, Männer! Der Saisonauftakt ist zwar verloren, aber die Saison hat gerade erst begonnen.

Auma spielte mit: Lukas Kraske (2), Manuel Jedan (2), Steffen Rohleder, Marius Selzer (1), Jonathan Lerch (2), Johannes Staps, Toni Wetzel (2), Johannes Mälzer (7), Thomas Rüdiger (2), Manuel Gaipl (3), Dominik Zimmermann (9), Kay-Uwe Neudeck, Paul Lerch (Tor) und Philipp Kopp (Tor).