Spieltag 2 (19.09.2026): HSV Ronneburg II – SV Blau-Weiß Auma I 22:18 (10:9)
Blau-Weiß Auma verliert torarmes und umkämpftes Spiel in Ronneburg
Am vergangenen Samstag gastierte die erste Männermannschaft des SV Blau-Weiß Auma beim HSV Ronneburg II. Nach dem Unentschieden im vergangenen Heimspiel wollten die Blau-Weißen diesmal unbedingt beide Punkte mit nach Hause nehmen. Doch was folgte, war ein spannendes, körperbetontes und vor allem torarmes Handballspiel, an dessen Ende Auma mit 18:22 das Nachsehen hatte.
Bereits der Start in die Partie verlief aus Aumaer Sicht denkbar ungünstig. Die Gastgeber gingen schnell mit 2:0 in Führung, während die Blau-Weißen zunächst nur schwer ins Angriffsspiel fanden und auch in der Abwehr noch nicht die nötige Konsequenz zeigten. Nach knapp vier Minuten musste zudem bereits verletzungsbedingt der erste Aumaer Spieler ausgewechselt werden. Nur wenig später reagierte das Trainerteam mit der ersten Auszeit.
Nach der kurzen Unterbrechung kam Auma besser in die Partie. Erik Hoffmann erzielte die ersten Treffer für die Blau-Weißen und sorgte beim 3:3 für den ersten Ausgleich. Dennoch gelang es den Gästen in der gesamten ersten Halbzeit nicht, selbst die Führung zu übernehmen. Stattdessen setzte sich Ronneburg zwischenzeitlich auf 10:6 ab. Zu viele Ballverluste, ungenaue Zuspiele und eine ausbaufähige Chancenverwertung verhinderten, dass Auma den Rückstand früher verkürzen konnte. Andererseits hielt Torhüter Philipp Kopp seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden im Spiel. Kurz vor der Halbzeit setzte Auma dann noch einmal ein Ausrufezeichen: Lucas Hempel nutzte zwei schnelle Gegenstöße eiskalt aus und brachte die Blau-Weißen mit sehenswerten Kontertoren wieder auf Schlagdistanz. So ging es beim Stand von 10:9 in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zäh. In den ersten acht Minuten fiel lediglich ein Treffer, Ronneburg erhöhte auf 11:9. Auma musste daraufhin erneut zur Auszeit greifen. Kurz darauf konnte sich auch Andreas Röhler in die Torschützenliste eintragen und verkürzte auf 12:10.
In der Folge entwickelte sich die Partie immer mehr zu einem Kampfspiel. Die Aumaer Abwehr stand zunehmend stabil, eroberte immer wieder Bälle und ließ die Gastgeber nicht entscheidend davonziehen. Allerdings konnte die Mannschaft daraus zu selten Kapital schlagen. Im Angriff fehlte es weiterhin an der nötigen Konstanz. Abspielfehler, Ballverluste und vergebene Chancen verhinderten, dass Auma den Druck auf Ronneburg dauerhaft erhöhen konnte. Zudem scheiterten die Blau-Weißen immer wieder am starken Schlussmann der Gastgeber. Das Spiel wurde zunehmend körperbetonter. Immer wieder musste der Schiedsrichter Zeitstrafen gegen beide Mannschaften aussprechen. Besonders bitter: In der 44. Minute stand Ronneburg zeitweise nur mit vier Feldspielern auf der Platte. Doch auch diese Überzahlsituation konnte Auma nicht entscheidend nutzen.
Die Schlussphase war schließlich an Spannung kaum zu überbieten. Auma gab sich nicht auf und kämpfte weiter um jeden Ball. Beim 16:16 durch einen verwandelten Siebenmeter von Tim Seidel war plötzlich wieder alles möglich. Die Blau-Weißen hatten den Ausgleich geschafft und die Partie schien zu kippen.
Doch ausgerechnet in der entscheidenden Phase verlor Auma den Zugriff auf das Spiel. Die Mannschaft konnte die Vorgaben aus der letzten Auszeit in der 57. Minute nicht mehr konsequent umsetzen und ließ Ronneburg davonziehen. Am Ende leuchtete ein 22:18 auf der Anzeigetafel – eine Niederlage, die aufgrund des Spielverlaufs besonders bitter ist.
Trotz der Enttäuschung bedankte sich die Mannschaft nach dem Abpfiff bei den zahlreichen mitgereisten Fans, die das Team über die gesamte Spielzeit lautstark unterstützt hatten. Ein besonderer Dank gilt dabei auch dem einzigen Schiedsrichter des Tages, der die körperbetonte und teilweise ruppige Partie trotz der schwierigen Bedingungen souverän leitete.
Für die Blau-Weißen gilt es nun, die richtigen Schlüsse aus den ersten beiden Saisonspielen zu ziehen. Drei Punkte wurden nach zwei Spieltagen bereits liegen gelassen. Noch ist die Saison jung – doch gerade die vielen technischen Fehler und die mangelnde Konsequenz im Angriff müssen schnellstmöglich abgestellt werden. Die Mannschaft hat in Ronneburg gezeigt, dass sie defensiv dagegenhalten und einen Rückstand aufholen kann. Nun gilt es, diese Leistung auch über 60 Minuten abzurufen und sich dafür am Ende wieder mit Punkten zu belohnen.
Auma spielte mit: Andreas Röhler (2), Erik Hoffmann (2), Manuel jedan (1), Jacques Wolfrum (1), Patrick Mattke (4), Lucas Hempel (2), Tim Seidel (5), Manuel Gaipl (1), Oscar Weise, Henning Staps und Philipp Kopp (Tor).






